Typischer Risikofaktor: Rauchen
Nichtrauchen rettet Menschenleben
“Durch keine andere Einzelmaßnahme könnten mehr Menschenleben gerettet und mehr Krankheiten verhindert werden als durch Nichtrauchen” (WHO 1988).
Zigarettenrauchen hat auf den Blutdruck eine unmittelbare und eine längerfristige Wirkung:
Bei der unmittelbaren Wirkung kommt es über die nikotinbedingte Freisetzung von Adrenalin bzw. Noradrenalin zu einem Herzfrequenzanstieg und einer Gefäßverengung, was zu einem Blutdruckanstieg führt. Das Rauchen einer einzigen Zigarette kann bei bereits arteriosklerotisch vorgeschädigten Herzkranzarterien einen Herzinfarkt bewirken.
Die Langzeitwirkung beruht auf einer Schädigung der Gefäßinnenwände u.a. über das im Rauch befindliche Kohlenstoffmonoxid (CO), was eine Arteriosklerose fördert.
Rauchen fördert Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Rauchen ist der mit Abstand wichtigste Risikofaktor für degenerative Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Arteriosklerose-Risiko steigt um 50%. Raucher haben im Durchschnitt ihren ersten Herzinfarkt 9 Jahre eher (mit 46 Jahren), als Nichtraucher. Die Hälfte der Raucher verliert durchschnittlich 20 Jahre ihres Lebens durch das Rauchen. Je früher mit dem Rauchen begonnen wird, desto schlimmer sind die Folgen. Die Sterblichkeit bei Rauchern mit 20 bis 40 Zigaretten pro Tag liegt über 110% höher als bei Nichtrauchern.
Rauchen bewirkt eine schlechtere Verformbarkeit der roten Blutkörperchen. Damit wird der Fließwiderstand des Blutes höher, der Blutdruck und die Belastung des Herzens steigen. Die Innenwände der Gefäße verändern sich und Durchblutungsstörungen (insbesondere am Herzen selbst) sind die Folge. Übrigens: Das Risiko eines Herztodes steigt um 30%, wenn man mit einem Raucher zusammenlebt und selbst Nichtraucher ist.
Weiter mit Risikofaktor hohe Blutfettwerte und Bluthochdruck...
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